Über unsBereits in meiner Kindheit lernte ich einen weißen Schäferhund kennen. Er hieß Charly und gehörte einem alten Herrn in unserem Ort. Diesen Hund fand ich von allen Hunden am schönsten. Aufgewachsen bin ich mit deutschen Schäferhunden und Bernhardinern. Angst vor großen Hunden kannte ich nie.Mit ca. 17 Jahren schloss ich mich aktiv dem Tierschutzverein der Region an. Ich nahm Hunde auf, die sonst kein zuhause mehr gefunden hätten. Mein letzter Tierschutzhund war der deutsche Schäferhund Rex. Er war 9 Jahre alt als ich ihn übernahm und sein Besitzer war verstorben. Rex hatte schwere HD wie alle deutschen Schäferhunde die ich bis dato kannte. Dazu kam, dass wir je länger wir Rex kannten, herausbekamen, dass er vom Vorbesitzer scharf gemacht worden war und auf einige Situationen sehr aggressiv reagierte. Rex musste dann mit 10 Jahren eingeschläfert werden, weil es ihm nicht mehr möglich war aufzustehen. Da mein Sohn damals 3 Jahre alt war, fand mein Mann es unverantwortlich wieder einen Hund vom Tierschutzverein zu übernehmen. Wir wussten ja nie, was dieser Hund hinter sich hat und wie er in bestimmten Situationen reagiert. Also entschlossen wir uns zum ersten Mal einen Hund aus einer guten Zucht zu kaufen. Der Hund würde mit dem Kind aufwachsen und die Gefahr wäre nicht so groß. Nun erfüllte ich mir den Wunsch nach einem weißen Schäferhund. Das war im Oktober 1995. Wir fuhren zu der von uns ausgewählten Zuchtstätte. Dort lag ein Wurf Stockhaarwelpen. Alles passte sehr gut, die Welpen waren genau 8 Wochen alt und wir spielten mit Ihnen. Einer der Rüden meinte sich in meinem Mantel festbeißen zu müssen und verfolgte jeden meiner Schritte um mit mir zu spielen. Also kauften wir diesen kleinen Lümmel. Er hatte sich ja schließlich seinen neuen Wirkungskreis selber ausgesucht. Sein Name ist Antares-Win of Miramoon. Antares machte uns viel Freude. Er war sehr gelehrig und überraschte uns immer wieder mit seiner Intelligenz. Bereits im Alter von 4 Monaten hat er mich zum ersten Mal gegen einen Angreifer verteidigt. Was allerdings den bitteren Nachgeschmack hatte, dass der Ruf von Antares im Ort ruiniert war. Es ging in unserem Ort herum wie ein Lauffeuer. Dabei hatte mir der Hund zu Recht geholfen. Ich könnte an dieser Stelle noch viel über Antares schreiben, das würde dann jedoch die Homepage sprengen. Etwa ein halbes Jahr später kam dann unser zweiter Rüde, Janusch von den weissen Hannoveranern, dazu. Da dieser Name überhaupt nicht zu seinem Temperament passte, wählten wir den Namen Thunder (Donner) für ihn aus. Als wir ihn abholten, sah er es überhaupt nicht ein im Kombi hinter dem Hundegitter zu sein. Also hebelte er kurzer Hand mit seiner bulligen Kraft das Hundegitter heraus und setzte sich nach vorne zu mir auf den Beifahrersitz auf meinen Schoß (er war damals 16 Wochen alt). Antares und Thunder verstanden sich vom ersten Moment an prächtig und wurden die besten Freunde. Wir hatten eigentlich gar nicht vor noch einen zweiten Hund zu uns zu nehmen aber wir konnten es nicht verantworten, dass Thunder in die falschen Hände kommt. Thunder wurde von der 8. bis zur 16. Woche von seinem Vorbesitzer, einem Gastwirt, schwer misshandelt und die Frau dieses Tierquälers wendete sich deshalb an den Tierschutzverein. Ich wurde dann sofort darüber informiert. Wir handelten noch am gleichen Tag. Ich setzte mich mit dieser Frau telefonisch in Verbindung und wir sollten den Hund abholen bevor ihr Mann zurück käme. Nach ca. 45 Minuten Autofahrt kamen wir bei der Gastwirtschaft an und wurden von der Frau schon erwartet. Sie hatte Thunder schon angeleint und stand vor der Tür. Beide, die Frau sowie der Hund, hatten Panik in den Augen. Als ich am nächsten Tag die Frau in der Gaststätte anrufen wollte um sie darüber zu informieren, dass es Thunder gut geht, wurde mir gesagt, sie würde im Krankenhaus liegen. Ihr Mann hätte sie furchtbar verprügelt. Sie hatte also die Gefahr verprügelt zu werden in Kauf genommen um dem Hund zu helfen. Die Untersuchung von Thunder am nächsten Tag beim Tierarzt hat ergeben, dass auch der Hund grün und blau geprügelte Hüften hatte. Uns fiel nach einiger Zeit auf, dass Thunder aufgrund dieser Schläge aggressiv war. Zu uns hatte er vertrauen und wir konnten ruhig an sein Hinterteil kommen aber wehe ein Fremder wagte sich ihn dort zu tätscheln, dann fletschte er die Zähne und biss durchaus auch zu. Vor uns lag ein ganz schönes Stück Arbeit aber wir haben es geschafft. Nun ist Thunder ein hervorragender Familienhund geworden. Diesen Hund hätten wir nie vermitteln können an jemanden, den wir nicht kennen. In den falschen Händen wäre er zu einer furchtbaren Waffe geworden. Ich wurde mit den Jahren von immer mehr Leuten angesprochen, ob ich nicht züchten wolle. Bekannte und auch Arbeitskollegen von mir, die meine Hunde kennen lernten sprachen mich immer wieder an, gerne einen Welpen von mir zu haben. Das Wesen meiner Hunde gefiel allen. So entschloss ich mich dann Mitte 1998 eine Hündin für uns auszusuchen. Diese Hündin holte ich mir dann aus der gleichen Zwingergemeinschaft aus der Antares kam. Der Name unserer Hündin ist Ev Sassy from the white Scorpions und ihr Rufname ist Naya. Naya hatte mir von allen am besten gefallen und sie war bereits ausgewachsen. Sie akzeptierte unsere Familie sofort als ihr zuhause und fühlte sich vom ersten Moment an wohl bei uns.
Nun benötigten wir noch einen schönen Zwingernamen. Da in der Mythologie der Drache der Hüter der heiligsten Schätze ist und diese zur Not auch mit seinem Leben verteidigen würde sah ich einige Parallelen zu unseren Hunden. Die heiligsten Schätze in dem Falle sind wir für unsere Hunde. Unsere Hunde sind immer bereit die Familie und hierbei besonders die Kinder zu schützen. Wir haben uns dann der Zwingergemeinschaft: Zwinger vom Wolfsgehege, Zwinger vom Wolfsblut, Zwinger vom Weißwolf und Zwinger from the white Scorpions angeschlossen. Frau Erika Meinert, Zwinger vom Wolfsblut, stand mir jeder Zeit mit ihrer langjährigen Erfahrung in Bezug auf weisse Schäferhunde zur Seite und ich möchte ihr hier noch mal meinen Dank für alles aussprechen. Es hat sich über die Hunde eine tiefe Freundschaft zwischen uns entwickelt. Unsere Welpen wachsen in der Familie mit Kindern und Katzen auf und können sich mit unseren erwachsenen Hunden frei in Haus und Garten bewegen. Bei uns gibt es keine Zwingerhaltung. Wenn unsere Welpen alt genug sind, dürfen sie auch schon an kleinen Spaziergängen teilnehmen und üben im Auto mitzufahren.
Mein Ziel ist es, gesunde und wesenstarke Hunde zu züchten. |